Unterwegs mit den Hirten des Jordantals

Dhiab, Fausi und Ayman heissen die drei Brüder, die ich in den letzten Wochen jeweils zweimal wöchentlich bei ihrer täglichen Arbeit im Jordantal begleiten durfte. Die drei Männer gehören zu einer der Familien im Norden der West Bank, die ihren Lebensunterhalt als Hirten verdienen. Sie leben in einem sogenannten Khirbet (kleiner als ein Dorf) in Zelten, ohne fliessend Wasser oder sonstigen Luxus. Ungefähr einen Monat im Jahr verbringen die Brüder in der nächst grösseren Stadt, da es zu heiss ist und die Tiere in den Bergen kein Futter finden. Im September sind sie zurück in ihre Zelte gekehrt, wo sie nun für die nächsten Monate leben werden. Nun beginne der Winter und somit die beste Saison im Leben eines Hirten, lässt mich Dhiab wissen. Die Brüder haben ungefähr 600 Schafe und Ziegen, drei Esel und ein halbes Dutzend Hunde. Daraus gewinnen sie den Lebensunterhalt für ihre ca. 30-köpfige Familie. Die Idylle trügt allerdings. Bis zum Anfang dieses Jahres war auch noch einer der Cousins in der Gemeinde wohnhaft. Diesem wurden jedoch die ständigen Belästigungen durch die umliegenden Siedler und das Militär zu viel. Er hat seine Tiere verkauft und das Khirbet verlassen. Seit der israelischen Besatzung 1967 kämpft die Familie um ihr Land und ein Leben in Frieden. Sie mussten bereits einmal umziehen, da ihr Land als Naturreservoir deklariert wurde.

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School Run

Heute gab es beim “School Run”, der Begleitung von SchülerInnen zur Schule, einen Tränengaseinsatz. Angeblich hätten SchülerInnen am Tag vorher Steine vom Schulgelände aus geworfen. Steine werfen ist eines der schwersten Delikte hier, wobei Steine werfende SiedlerInnen weniger bis gar nicht bestraft werden. Vor einer Woche haben Steine werfende SiedlerInnen eine andere Schule derart angegriffen, dass die SchülerInnen aus Sicherheitsgründen evakuiert werden mussten. Als die Eltern ihre Kinder abholen kamen wurden sie von SoldatInnen mit Tränengas empfangen. Continue reading School Run

Nasreen Al Azzeh

Hébron est la plus grande ville de Cisjordanie, elle compte 200’000 Palestinien-ne-s et près de 800 Israélien-ne-s centrés autour de la vieille ville. Cette communauté juive est la plus ancienne de Palestine, ce qui génère des tensions politiques et religieuses, causes de nombreux morts. En 1994, un colon israélien abat 29 fidèles dans une mosquée. Après la 2e Intifada, 12 Israéliens sont tués sur le chemin du Tombeau des Patriarches.

Nous sommes dans la vieille ville, zone placée sous administration israélienne, des soldats lourdement armés sont là pour nous le rappeler. La maison de Nasreen est étroitement cernée par les bâtiments de la colonie israélienne voisine. Nasreen, 46 ans, nous reçoit dans un salon agréable et frais. Continue reading Nasreen Al Azzeh

Frauenmeeting auf Palästinensisch

Wir, das weibliche EA Team, hatte die Frauen aus unserem Dorf auf Freitagnachmittag drei Uhr ins Dorfgemeindehaus eingeladen, zwecks besseren Kennenlernens. Sie selbst hatten Ort und Zeit vorgeschlagen.

Das Gemeinschaftshaus wird derzeit wenig beansprucht. Die NutzerInnen müssen es jeweils vor einem Meeting reinigen. Wir rückten also gut eine Stunde vor dem Meeting mit unserem Putzmaterial an. Schweissgebadet aber glücklich hatten wir es um 3 Uhr fast geschafft, die von uns benötigten Räumlichkeiten herzurichten. Wir hatten Tee zubereitet und Kuchen gebacken, denn ohne Süssigkeiten, läuft gar nicht, dass wussten wir inzwischen von unseren abendlichen Hausbesuchen. In freudiger Erwartung sassen wir im kühlsten Raum des Zentrums und warteten, eine Viertel- , eine Halbstunde. Nach einer Dreiviertelstunde assen wir unseren Kuchen und tranken dazu unseren Tee. Nach einer Stunde gaben wir auf. Es bestand wohl doch kein Interesse. Wir packten Putzzeug, Kuchenblech und Teekannen zusammen und gingen enttäuscht heim. Kaum angekommen klopft es an unsere Tür. Es ist unsere Nachbarin. Sie fragt, ob wir uns im Gemeindehaus, oder unter den Bäumen vor unserem Haus treffen wollen, wo schon eine Gruppe von Frauen wartete.  „Sorry“, entschuldigt sie sich, „bei uns ist es wichtig zu sagen, ob wir uns um drei Uhr Winter- oder drei Uhr Sommerzeit treffen. Drei Uhr ist jetzt im Sommer vier Uhr.“ Continue reading Frauenmeeting auf Palästinensisch

Eid Suleiman Al Hataleen, Umm al Kher

Suleiman nous reçoit sur sa terrasse agréablement venteuse, à deux pas du « settlement » de Karmel, une colonie israélienne de quelque 400 habitants. Avec force, gestes et mimiques, il nous raconte son histoire tout en restant attentif à notre bien-être et au niveau de nos verres de thé à la menthe…

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Mit einer Anwältin von Military Court Watch (MCW) am Militärgericht Ofer

Eigentlich wären Militärgericht und Militärgefängnis Ofer, die auf einer kahlen Anhöhe zwischen Jerusalem und Ramallah liegen, auch von der Westbank her zugänglich. Wir haben jedoch mit der Anwältin von Military Court Watch auf der israelischen Seite von Ofer abgemacht. So nehmen wir am Qalandia Checkpoint ein Taxi für 40 Schekel. Continue reading Mit einer Anwältin von Military Court Watch (MCW) am Militärgericht Ofer

Walled off Hotel

A più di un anno dall’apertura, l’albergo con vista muro realizzato dall’artista britannico Banksy va a gonfie vele. L’idea di base del progetto era chiara; attirare a Betlemme le migliaia di fan di Banksy per poi dirottare la loro attenzione sul conflitto. E funziona: chi visita l’Hotel e il piccolo Museo al suo interno non può fare a meno di ripartire con più consapevolezza della situazione.

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