Menschenrechte sind wie Seifenblasen

PWS. Was haben Seifenblasen mit Menschenrechten zu tun? Lesen Sie es hier und beteiligen Sie sich an unserer Spendenaktion: Teilen Sie diesen Blogeintrag mit ihren Freundinnen und Freunden und untersützen Sie PWS mit einer Spende. Herzlichen Dank!

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LES DROITS HUMAINS SONT COMME DES BULLES DE SAVON.

PWS. Qu’est-ce que les bulles de savon et les droits humains ont en commun ? Lisez-le ici et participez à notre campagne de dons : Partagez-la avec vos ami-e-s et soutenez PWS en faisant un don. Merci beaucoup !

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Arbeiten für die Anderen

Faiza ist Palästinenserin, 29 Jahre alt und ist im Jordantal geboren und aufgewachsen. Sie lebt mit ihren Eltern und drei Geschwistern in einer kleinen Wohnung am Stadtrand. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitet sie in einer jüdischen Siedlung in dem von Israel besetzten palästinensischen Gebiet. In einer Siedlung, die nach internationalem Recht nicht existieren dürfte. Solche Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal, weil sie gegen die Vierte Genfer Konvention verstossen, die den Transfer der eigenen Bevölkerungen in ein besetztes Gebiete verbietet. Continue reading Arbeiten für die Anderen

Zababdeh

„Es ist unsere und eure Aufgabe, Gott in den Augen der Juden, der Muslime und der Christen zu finden.“

Jeden Sonntag besuchen wir in einer der christlichen Kirchen in den besetzten Palästinensischen Gebieten den Gottesdienst. An diesem schönen Sommertag erreichen wir nach einer längeren Fahrt durch die hügelige Landschaft südlich von Jenin das mehrheitlich christliche Dorf Zababdeh. Wir sind noch etwas zu früh und haben Zeit für einen Spaziergang durch das Dorf. Vor der Katholischen Kirche sind bereits viele sonntäglich gekleidete Kirchgänger versammelt. Einige Gassen weiter plaudern wir mit einer jungen Frau, die zum Gottesdienst in die Anglikanische Kirche unterwegs ist. Continue reading Zababdeh

*Leila aus Gaza

Ich traf Leila das erste Mal, als wir ihrem Chef, dem Bürgermeister, einen Besuch abstatteten. Sie fiel mir sofort auf, nicht nur weil sie so gut Englisch sprach, sondern auch weil sie irgendwie besonders war. Ich bat sie um ein Interview zu einem späteren Zeitpunkt. Sofort willigte sie ein. Wir trafen uns einige Wochen später, wieder in der Stadtverwaltung. Continue reading *Leila aus Gaza

Unterwegs mit den Hirten des Jordantals

Dhiab, Fausi und Ayman heissen die drei Brüder, die ich in den letzten Wochen jeweils zweimal wöchentlich bei ihrer täglichen Arbeit im Jordantal begleiten durfte. Die drei Männer gehören zu einer der Familien im Norden der West Bank, die ihren Lebensunterhalt als Hirten verdienen. Sie leben in einem sogenannten Khirbet (kleiner als ein Dorf) in Zelten, ohne fliessend Wasser oder sonstigen Luxus. Ungefähr einen Monat im Jahr verbringen die Brüder in der nächst grösseren Stadt, da es zu heiss ist und die Tiere in den Bergen kein Futter finden. Im September sind sie zurück in ihre Zelte gekehrt, wo sie nun für die nächsten Monate leben werden. Nun beginne der Winter und somit die beste Saison im Leben eines Hirten, lässt mich Dhiab wissen. Die Brüder haben ungefähr 600 Schafe und Ziegen, drei Esel und ein halbes Dutzend Hunde. Daraus gewinnen sie den Lebensunterhalt für ihre ca. 30-köpfige Familie. Die Idylle trügt allerdings. Bis zum Anfang dieses Jahres war auch noch einer der Cousins in der Gemeinde wohnhaft. Diesem wurden jedoch die ständigen Belästigungen durch die umliegenden Siedler und das Militär zu viel. Er hat seine Tiere verkauft und das Khirbet verlassen. Seit der israelischen Besatzung 1967 kämpft die Familie um ihr Land und ein Leben in Frieden. Sie mussten bereits einmal umziehen, da ihr Land als Naturreservoir deklariert wurde.

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School Run

Heute gab es beim “School Run”, der Begleitung von SchülerInnen zur Schule, einen Tränengaseinsatz. Angeblich hätten SchülerInnen am Tag vorher Steine vom Schulgelände aus geworfen. Steine werfen ist eines der schwersten Delikte hier, wobei Steine werfende SiedlerInnen weniger bis gar nicht bestraft werden. Vor einer Woche haben Steine werfende SiedlerInnen eine andere Schule derart angegriffen, dass die SchülerInnen aus Sicherheitsgründen evakuiert werden mussten. Als die Eltern ihre Kinder abholen kamen wurden sie von SoldatInnen mit Tränengas empfangen. Continue reading School Run