Tag Archives: Mouvements pour la paix/Friedensorganisationen

The Camera Project

(Deutsch unten) / (Français en bas)

Quando ancora sapevo poco della Palestina, mi ricordo di aver trovato online un video che mi aveva lasciato con un forte senso di malessere: chi era la donna che sussurrava oscenità? Perché si comportava in quel modo?

A distanza di anni mi ritrovo a Hebron, dove quel video è stato girato. Continue reading The Camera Project

Neve Shalom – Wahat as Salam : village d’espoir

Travel Tickets

On the day you kill me
You’ll find in my pocket
Travel tickets
To peace,
To the fields and the rain
To people’s conscience.
Don’t waste the tickets

By Samih al- Qasim

Neve Shalom. Wahat as Salam. Oasis de paix. Pour commémorer les 50 ans de la fin de la Guerre des six jours[1], soit pour les Israélien-ne-s la reconquête de Jérusalem, mais pour les Palestinien-ne-s l’annexion de facto de Jérusalem Est, le village Neve Shalom a organisé une marche sur ce qui est communément appelé la Green Line[2]. Continue reading Neve Shalom – Wahat as Salam : village d’espoir

Geburtstagsparty im «Käfig»

YAS, Youth against settlements, ist eine gewaltfreie Organisation für junge Menschen in der halb abgesperrten Zone in Hebron, «H2» genannt, in der wir arbeiten. Ich habe grosse Achtung vor dem, was diese Menschen auf die Beine stellen und mit wieviel Kraft und Mut sie sich einsetzen für ein friedvolles Ende der Besatzung, für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen.

So freuten wir uns, als YAS uns einlud, an einer ganz besonderen Geburtstagsfeier teilzunehmen. Seit letzten Dezember ist Ahed Tamimi, eine junge Palästinenserin, im israelischen Gefängnis, weil sie einen israelischen Soldaten geohrfeigt und getreten hat.  Continue reading Geburtstagsparty im «Käfig»

„Human Rights are hijacked by Politicans“

Wir besuchen das Zentrum von YMCA in Beit Sahour, werden – wie überall – freundlich mit Tee oder Kaffee empfangen und erhalten einige Informationen über die Geschichte des YMCA und seiner Rolle während den beiden Intifadas und Heute. Wir erzählen von unserem Kunstprojekt mit ehemalig inhaftierten Jugendlichen/Kindern und werden an eine Sozialarbeiterin verwiesen, die uns hilft, Jugendliche und Kinder dafür zu gewinnen. Anschliessend besuchen wir eine Teilorganisation des YMCA, genannt „Joint Advocacy Initiative (JAI)“. Die führende Kampagne der Organisation ist die „Olive Tree Campaign“, bei der Menschen aus der ganzen Welt PalästinenserInnen dabei finanziell und physisch unterstützen Olivenbäume zu pflanzen und so deren Land zu kultivieren. 140’000 Olivenbäume wurden im letzten Jahr mit Hilfe vieler freiwilliger Internationalen gepflanzt. Wir werden herzlich eingeladen, ab dem 15. Januar 2018 daran teilzunehmen. Ich freue mich schon jetzt darauf, einen eigenen Olivenbaum zu pflanzen. Hauptthema des Gesprächs war aber Trump und die allgemeine internationale Politik. Ein Zitat von Nidal Abu Zuluf, welches bei mir hängen bleibt und unser Gespräch ziemlich passend auf den Punkt bringt lautet: „Human Rights are hijacked by Politicans“. Continue reading „Human Rights are hijacked by Politicans“

Zweiter Tag des Zornes

Heute Morgen waren wir unterwegs in einem Gebiet, das besonders von der Besatzung betroffen ist. Wir haben eine Familie besucht, die zwischen Soldaten und einer illegalen israelischen Siedlung lebt. Grosse Armut, sehr beengte Räume – aber palästinensischer Widerstandsgeist, «Sumud» genannt. Der Familienvater sagte uns: «Hier ist es nicht möglich, ein normales Leben zu führen. In einem Zimmer hier schlafen 10 Kinder nebeneinander, eine andere Familie schläft trotz der Kälte auf der Veranda, weil sie keine eigenen Räume haben. Weggehen wäre einfacher. Aber es ist unser Land. Und wir werden hierbleiben, solange es geht.» Er möchte nicht namentlich genannt werden und wir dürfen auch keine Fotos veröffentlichen – aus Sicherheitsgründen. Das Gespräch kam natürlich auch auf Trumps Entscheidung. Es war grosse Sorge spürbar. Continue reading Zweiter Tag des Zornes

Meine erste Woche als Ecumenical Accompanier – Tag 5

Morgens lese ich das bekannte Friedensgebet von Franz von Assisi und realisiere, wie elementar es für meine Zeit hier in Palästina sein wird. Es lautet: 

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verzeihe, wo man beleidigt;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;

dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;

dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,

Nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;

nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;

nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;

wer sich selbst vergisst, der findet;

wer verzeiht, dem wird verziehen;

und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.“ 

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